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Die Apotheke als Impulsgeber in der Diabetes-Prävention
Volkskrankheit Diabetes Circa 10% aller Deutschen sind an Diabetes mellitus erkrankt, daneben gibt es eine hohe Dunkelziffer. Um den enormen Kosten für das Gesundheitswesen zu begegnen, ist es notwendig, die Öffentlichkeit nachhaltig für diese Problematik zu sensibilisieren sowie Mittel und Wege im Kampf gegen die Volkskrankheit aufzuzeigen.
Präventionskampagne mit Massenscreening Die Bahnhof-Apotheke Kempten hat für ihre Präventionskampagne „Diabetes: Prävention, Risikofrüherkennung und Intervention“ die Allgäuer Festwoche in Kempten (14. – 22. August 2010) als Plattform gewählt, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Im Mittelpunkt der Kampagne stand die Risikofrüherkennung mithilfe eines HbA1c-Massenscreenings.
Ergebnisse An der Diabetesaktion (Find-Risk-Fragebogen und Blutzuckermessung) haben 980 Personen teilgenommen (569 Frauen, 411 Männer). Als wesentliche Risikofaktoren haben sich dabei familiäre Vorbelastung und Übergewicht (erhöhter bzw. adipöser BMI) herausgestellt. Zwischen männlichen und weiblichen Probanden ergaben sich hinsichtlich der ermittelten Werte keine signifikanten Unterschiede.
Diagramm I 33,67% aller Probanden gaben eine familiäre Vorbelastung an. Bei diesen Personen ist die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, höher als bei den Probanden ohne familiäre Vorbelastung, da es sich um eine Erbkrankheit handelt. Der Anteil der übergewichtigen Probanden lag bei 53,98% (BMI >25), davon waren 14,49% adipös (BMI >30). Bei 19,18% der Probanden wurde ein erhöhter Blutdruck >140/90 mmHg festgestellt.
 | Diagramm II 88 bzw. 8,98% der Probanden waren bereits an Diabetes erkrankt. In dieser Personengruppe sind bei 47,73% eine familiäre Vorbelastung und bei 89,77% ein erhöhter BMI >25 hervorzuheben. Beachtenswert ist auch die Tatsache, dass 25% der Diabetiker mit einem gemessenen HbA1c-Wert >7,5% schlecht eingestellt waren!
Diagramm III Bei 14 Probanden, bei denen Diabetes Typ 2 bisher nicht diagnostiziert worden war, wurde ein HbA1c-Wert >7,00% ermittelt. Vorbelastung und BMI zeigten sich auch hier als wesentliche Risikofaktoren: Der Anteil der familiären Vorbelastung lag bei dieser Gruppe bei 71,43%; der BMI war bei 92,85% dieser Probanden >25, mehr als die Hälfte von ihnen war adipös.
Legende zu Diagramm I - III
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